Freitag, 23. Juni 2006

tele.ring SMS zu E-Mail Service

eben brunzte julien knapp hinter bezau einer toten kroete ins maul

Donnerstag, 22. Juni 2006

computertomographie

soeben dem elektrischen getrommel in der röhre
entronnen
schlußbesprechung am 28ten.
bis dahin beten&hoffen.
sitz grad im zug,
es ruft die arbeit
und
ich ruf zurück und wink aus dem fenster,
bald residier ich im speisewagen bei bier und allerlei andrem
tand.
drückende schwülness.
der rest des tages wird mit innenschau
und betrachtungen über gott&welt zuende gehn.
das haben tage generell so
an sich.

Sonntag, 18. Juni 2006

go west

zurück in den wilden westen
mit einem attest in der tasche
das ich niemandem wünsche
selbst mir nicht
es heißt
die bleibende zeit gut zu nützen
quosque tandem?

Samstag, 17. Juni 2006

nur noch ein wenig zeit, lieber freund

death1

muße.zeit

heut im weingarten in leutschach
die rebe gedeiht prächtig
mit franz und irina ein käsebrot gegessen
dann mit dem jeep rüber nach slowenien
schaun
was der wein dort so treibt
er treibt aus
premium
dann zurück ins buddha_haus
und mails gelesen
claire wird demnächst in innsbruck sein wegen ihres tumors
sie ist völlig fertig
die prognose ist schlecht
das haus auf rhodos wird ab september bezugsfertig sein
will dann mir larissa und georgis den kaufpreis aushandeln
katja hat einen neuen lover aus belgien
ein internist aus brügge
ich gönns ihr von herzen
grad eben kommt die hauskazz und will benefits haben
ich trink noch ein glas vom weißen
und laß den herrgott
einen guten mann sein

Mittwoch, 14. Juni 2006

blick ins buddha\land

null

für ulrike

Lob des Schattens

Das Alter (so nennen es die anderen)
ist vielleicht die Zeit unserer Glückseligkeit.
Das Tier ist gestorben oder fast gestorben.
Ich lebe unter lichten und vagen Formen,
die noch nicht die Dunkelheit sind.

Buenos Aires,
das sich früher bis zur endlosen Ebene
in Vorstädte aufspaltete,
ist nun wieder Recoleta, Retiro,
die unscharfen Straßen des Elften
und die baufälligen alten Häuser
dessen, was wir immer noch den Süden nennen.

In meinem Leben waren immer zu viele Dinge;
Demokritos von Abdera riß sich die Augen aus, um zu denken;
die Zeit war mein Demokritos.
Dieses Halbdunkel ist gemächlich und tut nicht weh;
es fließt einen sanften Abhang hinab
und gleicht der Ewigkeit.

Meine Freunde habe keine Gesichter,
die Frauen sind so, wie sie vor Jahren waren,
die Ecken sind vielleicht andere,
auf den Seiten der Bücher sind keine Buchstaben mehr vorhanden.
All dies sollte mich erschrecken,
doch ist es eher eine Süße, eine Rückkehr.

Von den Generationen von Texten, die es auf der Erde gibt,
werde ich nur einige wenige gelesen haben,
die, welche ich weiter in der Erinnerung lese,
lese und verwandle.

Vom Süden, vom Osten, vom Westen, vom Norden kommend,
treffen die Wege zusammen, die mich
zu meiner geheimen Mitte geführt haben.
Diese Wege waren Echos und Schritte,
Frauen, Männer, Qualen, Auferstehungen,
Tage und Nächte,
Halbträume und Träume,
jeder geringste Augenblick von gestern
und vom Gestern der Welt,
das feste Schwert des Dänischen und der Mond des Persischen,
die Handlungen der Toten,
die geteilte Liebe, die Worte,
Emerson und der Schnee und so viele Dinge.

Jetzt kann ich sie vergessen. Ich nähere mich meiner Mitte,
meiner Algebra und meinem Schlüssel,
meinem Spiegel.
Bald werde ich wissen, wer ich bin.

Jorge Luis Borges

im buddha*haus

null
eingelangt in stille und natur
auszeit
eintauchen in die unsichtbare mitte der dinge
fühlst du die vibration des universums?
ich habe veronika getroffen
nach über vier jahren
sie hat ihren krebs überstanden
ihren mann an einen andern verloren
ihre tochter hat sich von ihr abgewandt
wir sitzen in der abendsonne und bedürfen der worte nicht
um gott und welt zu bereden
ich halte ihre hand
sie ist warm
weich
sanft
die hand eines mädchens von 65 jahren
ich sehe die adern unter der weißen haut
wie das geflecht eines sich verlierenden flusses
der dem delta
sich nähert
der mündung
ins umfassende meer
nun sinkt die sonne mit sanftem seufzen unter den blauschwarzen waldrand
aus dem haus der gong
er wird uns zur abendmeditation rufen
und dann
und dann
und dann

Samstag, 10. Juni 2006

hommage an claire

 
Mädchen- Klage

Diese Neigung, in den Jahren,
da wir alle Kinder waren,
viel allein zu sein, war mild;
andern ging die Zeit im Streite,
und man hatte seine Seite,
seine Nähe, seine Weite,
einen Weg, ein Tier, ein Bild.
Und ich dachte noch, das Leben
hörte niemals auf zu geben,
dass man sich in sich besinnt.
Bin ich in mir nicht im Größten?
Will mich meines nicht mehr trösten
und verstehen wie als Kind?
Plötzlich bin ich wie verstoßen,
und zu einem Übergroßen
wird mir diese Einsamkeit,
wenn, auf meiner Brüste Hügeln
stehend, mein Gefühl nach Flügeln
oder einem Ende schreit.
Rainer Maria Rilke, 1.7.1906, Paris

julien_sieht_seinem_tod_ins_jähe_auge

null

nachdem julien das nachmittägliche
glasperlenspiel
glücklos_beendet_habend
neuerlich eingeschlossen
in die dunkle schatulle
greift_ein_stummer_tod
an juliens armselig herze
doch_zuvor_will_die_vorsehung
dass dem innern aug
arkadien
gezeigt_sei
und
die verheissungen kalten
fleisches
an ihm!
julien!
offenbar würden

Mittwoch, 7. Juni 2006

impression vom bodensee

null
null
null

Montag, 5. Juni 2006

nachtgedanken

schlaflos
in so vielen alltagsgeschichten erscheint mir meine tote gefährtin
sekundenlang nur
und die botschaft ist:
sei nicht traurig
dort
wo ich jetzt bin
gibts keine tränen und keinen kummer und keinen schmerz
und ich sitz so da
ich wills glauben
und es fällt mir schwer
dann gerät mir meine exfrau in alle sinne
und M&M
und seit wenigen minuten auch
I
in tulln
und ich trink ein glas muskat ottonel
auf den tod
und das leben
und die liebe
und
hinke noch eine runde ums stille haus
mein wehes bein zu pflegen
und
bin bald schon
bei jener frau
in welcher ganz offenbar weiterlebt
die seele von E
der mutter dreier unsrer totgeborner kinder
dies kann mir trost sein
und
hoffnung

Donnerstag, 1. Juni 2006

The Drunken Sailor

null
guiness
or
not
to
be

Montag, 29. Mai 2006

tele.ring SMS zu E-Mail Service

BACK INTO THE BLUE DARKNESS

Dienstag, 23. Mai 2006

tele.ring SMS zu E-Mail Service

unterwegs nach lochau in den jazzkeller*solveig schreibt ein mail aus london wegen des kulturprojektes in slavonice im august 06*derfön fuhrwerkt gräßlich in meinem hüftgelenk, merde*morgen nach vipiteno, brigitte nimmt mich mit*freu mich unerhört auf marie!

Montag, 22. Mai 2006

tele.ring SMS zu E-Mail Service

heut überraschend nachmieter für meine garconniere gefunden....morgen umzug nach vorarlberg bis weihnacht 2007....

Samstag, 20. Mai 2006

touch down

umhertriebsichheut_julien
am bodensee_und_abends_im_jazzclub_in_ludwigshafen
leider verrauchte location
aber erstklassiges bier und leut
seltsam_schräg_urban_patiniert
nun wieder im riemenschneiderhaus_werd eine flasche rotwein auftun
und
anstoßen auf marianne_und_marie_und_edith in ihrem kühlen grab in graz
und meine exfrau
die ich per gestern seit 40 jahren kenne_schätze_liebe_und_1992_verließ
um bis dato glücklich geschieden zu sein
aber noch ist aller tage_ abend
nicht

der mausgesteuerte autor

sex-im-kopf

Der mausgesteuerte Autor
oder die Entstehungsgeschichte von "Hilfe! - Ein Hypertext aus vier Kehlen"



Susanne Berkenheger



Waren die vertrauenswürdig? Saßen im Halbdunkel grinsend beisammen, ich stand allein und beleuchtet vor ihnen. Denen sollte oder wollte ich - so war mein Konzept - die Funkmaus geben und dann ... "Also Sie klicken, ich lese", hatte ich erklärt, und daß dies deshalb eine "Hyperlesung" meines Hypertextes "Zeit für die Bombe" sei. Das war Mitte November 1997.

Schon Wochen vorher hatte ich versucht, mir den schlimmstmöglichen Leser vorzustellen und vorauszuahnen, wie er mich mit Hilfe jener Funkmaus wohl striezen könnte. Ich hatte eine Reihe von Gegenattacken vorbereitet. Würde es zum Beispiel einem Spaßmacher einfallen, mich stundenlang zwischen den immer gleichen drei Seiten kreisen zu lassen, so hatte ich für diesen Fall einigen Spott und verschiedene Beschimpfungen in den Text integriert. Je öfter eine Seite angeklickt wurde, um so heftiger wurde ich.

Den Spaßmacher gab's, und ich spottete und schimpfte, sehr zum Vergnügen des Publikums. ,Oho’, dachte ich mir, ,das gefällt ihnen also, wenn der Text sie beobachtet, sie prüft, belohnt und straft.’

Seitdem sitzen sie in Gedanken oft vor mir, die Leser. Wenn ich schreibe und verlinke, male ich mir aus, wie sie zögern, eilen, klicken, blinzeln und wie sie nebenbei auf die Uhr schauen. Manche Links setze ich für die Schurken unter den Lesern, für die flüchtigen, vagabundierenden, lege Mausfallen aus. Klappe zu, und sie sitzen in einer doch stringenten Geschichte. Von anderen Links glaube ich wiederum, daß sie direktere Naturen ansprechen. Die versuche ich aufzuhalten im Lesesprint.

Mehr und mehr ist so der von mir vorgestellte Leser zur handelnden Person geworden, eine Leerstelle, ein schwarzes Loch, das der Text zu ergründen sucht. Als ich mit "Hilfe!" begann, stellte ich mir die Kontrolle und den dadurch möglichen Dialog mit dem Leser ziemlich umfassend vor: Vier fiktive Personen beobachten ihn, buhlen um seine Aufmerksamkeit, machen Jagd auf ihn. Sollte er etwa seine Maus unsicher über den Bildschirm bewegt haben, gezögert oder im Gegenteil so schnell weitergeschweift sein, daß er unmöglich den Text gelesen haben konnte? Die vier würden darauf reagieren, verschieden, je nach Charakter. Der Leser sollte Konsequenzen spüren.

Technisch wäre vieles (fast alles) zu machen gewesen. Nur: Die Leser, die ich mir vorstellte, wurden immer mehr, immer neue Varianten fielen mir ein, wie sie sich verhalten könnten, insbesondere nachts brachen Scharen von Lesern in meine Vorstellungen, schoben sich in imaginäre Fußballstadien und verlangten, daß ich meine Geschichte doch bitte jedem einzeln in einem trauten Zwiegespräch erzählen soll.

"Hilfe!", rief ich und hatte einen Titel.

Freitag, 19. Mai 2006

sex ist eklig und riecht nach sardellen

Johanna Schmidberger:

WARUM ICH KEINEN SEX MAG

Von meiner Tierseele her bin ich ein Esel. Ich bin bockig, störrisch, trotzig und halsstarrig. Ich weigere mich. Sex ist eklig und riecht nach Sardellen. Schon dieses Gegrapsche davor... Tatscht mich nicht an!

Am liebsten wollte ich mich oft dem Mann, dem ich gerade verfallen war, vor die Füße schmeißen und in die Waden beißen, bis er reagiert.

Als ich noch jung war, sperrte ich mich immer, so lang es ging, gegen jegliche Erregung. Wenn es einer schaffte, mich zu dem Umschlagpunkt zu bringen, wo ich alles dafür gegeben hätte, daß diese Lust nie mehr aufhört, glaubte ich an die große Liebe.

Ich kann die Frauen verstehen, die sich die Scham und ihr Sündengefühl dreimal pro Woche aus dem Leib prügeln lassen, um die Erlaubnis zur Lust zu bekommen.

Aber ich fürchte, ich bin zu wehleidig für solche radikalen Touren.

Ich bin polymorph-pervers: sadistisch und masochistisch, exhibitionistisch und voyeuristisch, Fetischistin, schwul, verklemmt und obszön, frömmelnd und verhurt. Beim Anschauen von Animal-Sex-Videos bekam ich jüngst einen Orgasmus. Da machte es eine Frau einem Hund und einem Pferd auf französisch. Und dann haben die ihr voll in den Mund gespritzt. Nicht, daß ihr denkt, ich wäre eine Sodomistin. Ich bin noch viel schlimmer. Ich bin auch Päderastin, Flagellantin, Penetrantin, Chauvinistin, Feministin, Pseudochristin, Analfaschistin, Kopulateuse ohne Gefühl, eine Liebhaberin mit Skrupel und Bremse.

Nehmt Euch in acht!

Glaubt bloß nicht, daß wir dasselbe wollen. Da liegt eine Verwechslung vor.

Ich scheiße jedem auf den Schwanz, der ihn mir zu früh reinstecken will.

Ich liebe die Männer, die Weiberfleisch zu genießen wissen. Frauen sind zügellose Anarchistinnen.

Wenn sie gut begattet oder bezahlt werden, machen sie alles. Werden sie es nicht, gibt's Rache. Ich spreche allgemeingültig für jenen Teil der Menschheit, aus dem die Kinder kommen.

Meine Liebe zu den jungen Rüpeln entdeckte ich, weil sie mich so tierisch rammalten. Aber ich verlange, daß sie anfangen zu denken, denn ich finde Neandertaler unausstehlich.

Ein Bock, der nicht denken kann, ist schlimmer als ein Philosoph, der nicht ficken kann.

Daß die Lust so verquer und verkorkst ans Tageslicht kommt, ist nicht (so) schlimm, auch nicht, daß man gerne heiraten will. Wir dürfen diese Phänomene nicht für bare Münze nehmen und denken: "Aha, das ist also meine Veranlagung, meine Bestimmung, dies muß ich jetzt also mein ganzes Leben lang so weitermachen, weil es doch dieses eine Mal so intensiv war."

Beim nächsten Mal ist es nicht mehr so intensiv, und dann denkt man, es müßte noch extremer gestaltet werden. Diese Taktik fuhrt, zu Ende gedacht, in den Tod. Ich glaube nicht, daß Nietzsche das so gemeint hat mit dem Satz: "...denn alle Lust will Ewigkeit, will tiefe tiefe Ewigkeit."

Was wir echt lernen müssen, ist die Verständigung. Das Schweigen und Nichtwissen ist wirklich abgrundtief. Diese wahnsinnigen Ehen, wo der Ehemann 25 Jahre lang glaubt, erst komme die Vorspeise, dann die Hauptspeise, dann die Nachspeise, und nicht versteht, warum die Ehefrau, die nichts sagt, sich seit 15 Jahren nicht mehr anfassen läßt. Es ist sicherlich nur ein Verdienst der Konsum- und Freizeitindustrie, daß die Menschen nicht schon früher an Krebs und Herzinfarkt sterben oder mit dem Küchenmesser oder der Axt aufeinander losgehen.

"Love is a battlefield."

Was wissen die Männer und Frauen schon über ihre Wünsche?

Wann hatten sie schon einen freien Geist, darüber nachzudenken?

Wenn die Gattin schon von vorneherein weiß: "Jetzt schraubt er mir gleich hier ’rum, und dann drückt er dieses Knöpfchen, weil er mich geil machen will", fühlt sie sich zu Tode beschissen und glaubt an gar nichts mehr. Vielleicht hatte sie ursprünglich sogar Lust. Und der Mann denkt: "Hoffentlich schaffe ich es heute, sie anzuturnen und zu befriedigen." Doch so verfahren, wie die Situation ist, könnte er 50 Handstände machen, ohne bei ihr den Schimmer einer Hoffnung zu erwecken. Und heimlich plagen einen die schlimmsten Phantasien: Die Frau sieht sich von zwei Männern vergewaltigt, in den Mund gefickt, angewichst und drübergepißt. Sie treibt’s im Fahrstuhl, im Zug, in aller Öffentlichkeit, sie wird gefesselt, kriegt die Augen verbunden, wird verschleppt, versklavt, bekommt einen Erkennungsring in die Schamlippen usw. Beim Mann dasselbe in Grün.

Wohin mit diesen Bildern? Die wollen ausgelebt werden. Damit man wieder denken kann. Die wollen wahrscheinlich in kosmisches Gelächter aufgelöst werden. Am liebsten vielleicht mit dem vertrautesten Geliebten oder aber erstmal mit einem fremden Scheusal.

Mit Männern, bei denen als Schutzreaktion vor dem Sex die Verachtung einsetzt, gehe ich nicht mehr ins Bett. Ich brauche auch keine Troubadoure, sondern Männer, die mitdenken.

Wir sind geschichtliche Wesen, und jegliche geistige, emotionelle und sexuelle Verirrung läßt sich damit begründen. Bis jetzt sind wir kontrahierte Amöben, stinkende Kotfässer, Schleimscheißer, Sackratten, Güllebomber, zweibeinige Jauchebeutel.

Heilandsakrament!

Wir sollten langsam Menschen werden! Kennen wir überhaupt die Schönheit eines angstlosen Körpers?

Paradise now!

Die Angst muß von der Erde verschwinden.

In Ewigkeit.

Amen.
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Aus: Birger Bumb und Beate Möller (Hrsg.) / Sommercamp im Wilden Westen? - Bleibt freie Liebe Utopie? (1990).

diverses von meinem abgotte herrn kinski

Klaus Kinski und sein Publikum

Doch dann wurde es plötzlich wieder still, Kinski war noch einmal vor dem grünen Vorhang erschienen und hatte, wie Jesus, die Arme erhoben: »Also, gut! ... Wenn sich eine Dame bereit findet, vorzutreten und mir hier, vor versammeltem Publikum, einen zu blasen, dann spiele ich euch noch einmal - ein letztes Mal! - die Schreibmaschine!«

Fünf junge Herren stürzten gleichzeitig nach vorne, um sich zu produzieren, aber Kinski wies sie empört von sich. Wenn's sein mußte, hielt er schon mal seinen Arsch hin - mit Cocteau, zum Beispiel, war er in der Nacht zuvor im Hotel am Zoo verschwunden, und in Zeiten der Not arbeitete er, ohne Hemmungen, auch mal als Stricher-, aber

»Weiberfleisch«

war es, das allein ihn in Erregung zu setzten vermochte.

Darum rief er »Du -!« und deutete auf eine Schönheit im festlichen Abendkleid, die ausgesehen haben soll wie die chilenische Nachtigall Rita Serrano. Die scheint nicht lange gezögert zu haben, trat auf die winzige Bühne, kniete sich vor Kinski hin, öffnete seinen Hosenschlitz, nahm sein Dingsbums oder Bumsdings heraus und begann »mit arroganter Miene« daran zu lutschen. Totenstille.

algebraNur Kinski, der mit rollenden Augen ins Publikum starrte, keuchte und schrie schließlich Obszönitäten.

Aus "Meine wilden Jahre" - Will Tremper

new sweet home

meine neue adresse im bregenzer wald per heute1-Bregenz-farmhouse-2
hier bleibe ich bis zum eintritt in die pension anfang 2008
freiberuflich tätig im bereich verkehrs_logistik
das fahrrad links unten ist noch aus grazer studentenjahren
hinter einem der offnen fenster meine kemenate
mit 27 quadratmetern
das haus stammt aus 1788
und gehörte einst einem dornbirner riemenschneider
nun runter nach lindau
brigitte nimmt mich in ihrem uralt_toyota_landcruiser mit
ich lade sie dann in lindau
am hafen etwa
zum mittagessen ein
dann wird mann
weitersehn
abend telephon mit marie
ich werd sie am donnerstag wiedersehn
das wird ein fest
für alle sinne
am grünen see
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mikrobeobachtungen im alltag

fortsetzung von: mathematikos.twoday.net und mathematicus.twoday.net

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